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Während wir schlafen, macht die Haut Überstunden

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Gefühlt begegnet uns jeden Tag Werbung für neue Nachtpflegeprodukte. Nachtcreme hier, Nachtserum dort. Da stellt sich schnell die Frage: Braucht man das wirklich oder ist das einfach nur eine besonders elegante Form der Geldmacherei? Ein Pflegeprodukt für jede Tageszeit klingt schließlich ein bisschen luxuriös. Oder sagen wir ehrlich: ein kleines bisschen dekadent.

Dabei passiert nachts tatsächlich eine ganze Menge in unserem Körper. Schlaf ist ein hochkomplexes Zusammenspiel lebenswichtiger Prozesse. Während wir ruhen, werden Reparaturmechanismen aktiviert, Selbstheilungskräfte gestärkt und angesammelte Stoffwechselprodukte entsorgt. Der Körper macht also das, wozu wir tagsüber oft keine Zeit haben: gründlich aufräumen.

Und mittendrin arbeitet auch unsere Haut fleißig mit. Sie ist schließlich nicht nur hübsche Verpackung, sondern auch ein wichtiges Entgiftungsorgan. Im Schlaf werden Zellen schneller erneuert und über die Haut werden Stoffe ausgeschieden, die sich im Laufe des Tages angesammelt haben.

Allerdings hat diese nächtliche Aufräumaktion einen kleinen Haken. Wenn die Poren jeden Abend mit einer ordentlichen Portion Wachs, Fett und Öl zugeschmiert werden, kommt die Haut bei ihrer Arbeit etwas ins Stocken. Der Erneuerungsprozess wird verlangsamt und die Haut kann nicht mehr ganz so ungestört regenerieren. Eine schwere fettige Nachtcreme ist also nicht unbedingt die ideale Lösung.


Was hilft der Haut stattdessen wirklich?


1. Gründlich reinigen

Der wichtigste Schritt passiert schon vor dem Schlafen. Wenn Schmutz, Talg, Make up Reste, Schweiß oder Sonnenschutz auf der Haut bleiben, kann sie ihr Regenerationsprogramm nur eingeschränkt starten. Eine milde Reinigung am Abend hilft der Haut, frei zu arbeiten. Sanfte Waschcremes oder Lotionen sind ideal, weil sie klären ohne auszutrocknen.


2. Leichte Seren statt schwerer Cremes

Wer seine Haut nachts unterstützen möchte, greift am besten zu leichten Seren. Sie sind hydratisierend und können gut in die Haut einziehen. Besonders nachts ist die Haut aufnahmefähiger als am Tag. Moderne Nachtseren mit natürlichen Aktivstoffen können die Regeneration gezielt unterstützen. Und ganz wichtig: Weniger ist mehr.


3. Auch der Rest von uns braucht Regeneration

Nicht nur die Haut profitiert vom Schlaf. Auch unser Gehirn nutzt die Nacht zum Aufräumen. Ein Reinigungssystem namens glymphatisches System entfernt Stoffwechselprodukte, die sich tagsüber angesammelt haben. Voraussetzung dafür ist allerdings guter und ausreichend langer Schlaf. Wenn wir ständig müde sind oder schlecht schlafen, fällt auch der berühmte Schönheitsschlaf eher bescheiden aus.


Die gute Nachricht: Unsere Haut kann erstaunlich viel selbst. Man muss ihr nur abends ein bisschen Platz zum Arbeiten lassen. Und vielleicht einfach früher ins Bett gehen. Das ist vermutlich die günstigste Anti Aging Strategie überhaupt.

 
 
 

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