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Schlafmasken: Vom belächelten Accessoire zum heimlichen Schlafhelden

  • vor 14 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Hand aufs Herz: Wer musste nicht schon einmal schmunzeln, wenn ein Familienmitglied oder die Partnerin plötzlich mit einer Schlafmaske um die Ecke kommt? Sofort hat man Bilder von „Breakfast bei Tiffany“ im Kopf und fragt sich, ob jetzt gleich ein Filmklassiker nachgespielt wird.

Was im ersten Moment ein wenig albern wirkt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen allerdings als echtes Upgrade für unseren Schlaf. Studien zeigen nämlich, dass das Tragen einer Schlafmaske nicht nur dafür sorgt, dass man sich am nächsten Tag wacher fühlt, sondern sogar die Gedächtnisleistung verbessern kann. Gar nicht so glamourös wie gedacht, sondern ziemlich clever.

Warum funktioniert das so gut?

Der Trick ist eigentlich simpel: Licht stört unseren Schlaf mehr, als wir denken. Mit einer Schlafmaske wird es wirklich dunkel und genau das liebt unser Körper. In dieser Dunkelheit verbringen wir mehr Zeit im Tiefschlaf, der auch als slow wave sleep bekannt ist.

Selbst wenn manche Menschen scheinbar problemlos bei Tageslicht schlafen können, reagiert unser Körper trotzdem auf Helligkeit. Hier kommt das bekannte Schlafhormon Melatonin ins Spiel. Trifft Licht auf unsere Augen, signalisiert das Gehirn: Zeit aufzuwachen. Der Stoffwechsel fährt hoch. Wird es hingegen dunkel, beginnt die Melatoninproduktion. Der Körper schaltet einen Gang runter und wir werden angenehm müde.


Die überraschenden Bonuspunkte

Neben besserem Schlaf hat die Schlafmaske noch ein paar unerwartete Vorteile im Gepäck:

Weniger Fältchen

Durch die entspannte Gesichtsmuskulatur entstehen weniger Knitterfältchen. Besonders weiche Materialien können diesen Effekt zusätzlich unterstützen.

Schutz für die Augenpartie

Schlafmasken halten Bakterien, Reste von Pflegeprodukten und Schmutz vom Kissen fern und schützen so die empfindliche Haut rund um die Augen.

Mehr Entspannung

Beschwerte Masken üben sanften Druck aus, der beruhigend wirkt. Das kann bei Stress, Augenringen oder sogar Migräne helfen und macht kurze Nickerchen deutlich effektiver.


Erst ungewohnt, dann unverzichtbar

Die erste Nacht mit Schlafmaske fühlt sich für viele ein bisschen seltsam an. Fast so, als hätte man wieder eine Zahnspange im Mund. Nicht schlimm, aber eben ungewohnt. Der leichte Druck kann anfangs irritieren, weil das Unterbewusstsein etwas Fremdes wahrnimmt.

Hier hilft nur eins: dranbleiben. Nach ein paar Tagen gewöhnt man sich daran und merkt oft erst dann, wie angenehm die Dunkelheit tatsächlich ist. Besonders unterwegs, etwa im Flugzeug oder im Urlaub, kann eine Schlafmaske den Unterschied zwischen unruhigem Dösen und erholsamem Schlaf ausmachen.


Welche Schlafmaske ist die richtige?

Wichtig ist, dass die Maske nicht direkt auf die Augen drückt. Das könnte den REM Schlaf stören, also die Phase, in der sich unsere Augen unter den Lidern bewegen. Besser sind Modelle, die leicht gewölbt sind oder kleine Polsterungen haben. So bleiben die Augen frei, während trotzdem möglichst wenig Licht eindringt.


Und wenn es einfach nicht passt?

Nicht jeder wird mit einer Schlafmaske glücklich und das ist völlig in Ordnung. In diesem Fall lohnt es sich, auf eine gute Schlafumgebung zu achten. Ein dunkles Schlafzimmer ist dabei das A und O. Rollos oder lichtundurchlässige Vorhänge können helfen, störende Lichtquellen sollten möglichst verbannt werden.


Am Ende gilt: Ob mit oder ohne Maske, guter Schlaf ist kein Luxus, sondern eine ziemlich kluge Investition in den nächsten Tag.

 
 
 

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